Die 3. Welle des Kaffees- 3rd wave of coffee

Nachdem Kaffee in den letzten Jahrzehnten seit dem 2. Weltkrieg zum Massen- und Leit(d)produkt für Kampfpreise der Global- Player geworden ist (1. Welle), wurde er zum Bestandteil von Trend-getränken und "Spezialitäten". Coffee- Shops mit to-go-Produkten, Kapseln, Pads usw. eroberten den Markt. (2. Welle) Dabei wurde immer mehr vergessen, dass Kaffee ein Genussmittel ist, welches auch als solches besteuert wird und nur in äquatorialen Ländern, meist 3. Welt- Ländern, wächst. Preis und Qualität wurden immer schlechter. Von Kaffeespezialitäten konnte kaum mehr die Rede sein.

Seit einigen Jahren versucht man nun, wieder echte Kaffeespezialitäten anzubieten. Durch vernünftige Preise und Gewinnverteilung ist es auch für die Erzeuger wieder sinnvoll, hochqualitative Kaffees zu produzieren. Jedes Jahr erzielen neue Spitzenkaffees in Auktionen Preise, von denen man in den Ursprungsländern vor ein paar Jahren nur träumen konnte.

Die 3. Welle rollt. Sie ist durch hohe Qualität des Rohkaffees im Ursprungsland, Sortenreinheit, transparentem, möglichst direktem Handel, schonender handwerklicher Röstung in kleinen Mengen, statt industrieller Groß- und Schnellröstung, und bestmöglicher Zubereitung gekennzeichnet. Wesentlich geprägt wird die sog. "Third wave" von einer jungen Generation Baristi, Kleinröstern und Coffeebars.

Ziel sollte es sein, genau wie z. Bsp. für Wein, Tee und Schokolade, dem Verbraucher alle zur Kauf- entscheidung nötigen Informationen zu geben.

 

Bleibt zu hoffen, dass diese neu gewonnene Qualität von Kaffees und Kaffeespezialitäten nicht Opfer von Pedanterie und Pseudowissenschaft bevor die 3. Welle richtig ins Rollen gekommen ist.

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